Der Preis nach einem Prozentrabatt — und im zweiten Modus der Originalpreis, wenn Sie nur das Sale-Schild haben.
Ergebnis
Prozentpunkte—
Differenz—
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Der Preis vor dem Rabatt ist nicht der Preis plus Rabatt
Eine Jacke kostet 170 € mit 15% Rabatt. Was kostete sie vorher? 15% auf 170 aufzuschlagen ergibt 195,50 € und ist falsch. Die 15% wurden vom Originalpreis abgezogen, nicht von 170. Richtig ist 170 ÷ 0,85 = 200 € — und die Differenz von 4,50 € ist der Rabatt auf den Rabatt.
Dieselbe Asymmetrie lässt gestapelte Rabatte kleiner ausfallen, als sie aussehen. «30% Rabatt und weitere 20%» sind keine 50%. Es sind 0,7 × 0,8 = 0,56, also 44%. Der zweite Rabatt greift auf den bereits reduzierten Preis, und genau deshalb bewerben Händler beide so gern zusammen.
Ein Rabatt über 100% ist rechnerisch möglich und kaufmännisch seltsam: das Ergebnis wird negativ, der Laden zahlt also Ihnen. Der Rechner zeigt das, statt still auf null zu begrenzen — ein Werkzeug, das die Antwort verbirgt, ist schwerer zu trauen als eines, das eine merkwürdige zeigt.
Häufige Fragen
Wie finde ich den Originalpreis vor dem Rabatt?
Teilen Sie den Aktionspreis durch (100 − Rabatt) ÷ 100. Für 170 € mit 15% Rabatt: 170 ÷ 0,85 = 200 €. Schlagen Sie den Prozentsatz nicht einfach wieder auf — das ergibt eine kleinere, falsche Zahl, weil sich der Prozentsatz auf den größeren Originalpreis bezog.
Addieren sich zwei Rabatte?
Nein, sie multiplizieren sich. 30% und danach 20% lassen 0,7 × 0,8 = 0,56 des Preises übrig, also 44% Rabatt statt 50%. In umgekehrter Reihenfolge kommt genau dasselbe heraus, es ist also egal, welcher Gutschein zuerst greift.
Wie viel spare ich tatsächlich?
Die Ersparnis ist der Originalpreis minus Aktionspreis. Als Prozentsatz dessen, was Sie zahlen, statt des Originals, wirkt sie größer: 30 € bei einer Jacke für 200 € sind 15% des Originals und 17,6% der 170 €, die Sie hingelegt haben. Der Handel nennt immer die erste Zahl.
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